Sie sind hier

teppichmesse

Teppichmesse


Am 19.Mai 1961 wurde die erste Ausgabe der Teppichmesse von Mogoro eröffnet. Ab diesem Jahr und für 50 Jahre war Mogoro ein großes Schaufenster des künstlerischen und traditionellen Handwerkes von Sardinen und unumstrittener Förderer der Handwerksware.

Eine Veranstaltung, die ins Leben gerufen wurde, um das Handwerk von Mogoro zu fördern; dargestellt durch die Arbeitsamkeit der Frauen, die mit den Webstühlen Stoffe herstellten und unerlässlich für den Haushaltsbedarf waren: Säcke für das Getreide, Stoffe für die Bekleidungsstücke, Satteltaschen, Bett- und Tischzeug.
Man widmete sich jedoch auch und das mit sehr viel Kreativität, die wunderschönen Wandteppiche von Mogoro zu weben. Reiche Wandteppiche mit romantischen und vielschichtigen Harmonien, dekoriert mit Traditionszeichen, die sich durch Blumenkompositionen auszeichneten. Die Rose, war Metapher für die Weiblichkeit, die Pfingstrose Symbol für den Reichtum und die Tulpe war Symbol für die perfekte Liebe. Aber auch mit entsprechenden Verweisen auf die Pflanzenwelt, wie zum Beispiel die Weinranken mit den Trauben, die Eichen und die Eicheln, die Symbol für die Fruchtbarkeit, Wohlstand, Unsterblichkeit und Männlichkeit waren. Oder auch die Verweise auf die Tierwelt: Pferde und Adler, Einhörner und Tauben waren die Verkörperung der Kraft, der Großherzigkeit und der positiven Botschaften für das Leben.

Aber Mogoro ist auch ein Dorf der „is scannajus“ (die Stuhlsitzflächenbinder), dort wo die Handfertigkeit der mit Sumpfpflanzen (sa spadua) gebundenen Sitzflächen der Stühle aufgewertet wird.

Das einfache Leben der Bauern- und Hirtengesellschaft spiegelte sich auch in den Einrichtungsgegenständen ihrer Häuser, mit wenigen und wesentlichen Gegenständen, wie einen Tisch, Stühle, Geschirrschrank, Truhe, und das einzige luxuriöse Möbelstück des Hauses, welches sich sehr gut mit den anderen wertvollen Gütern verband, war der Wandteppich.
Bald wusste die Teppichmesse sich für die Kunstgegenstände aus ganz Sardinien zu öffnen: Die Töpferwaren mit entschiedenen somatischen Kontrasten und die Oberflächen sind von schnellen rhythmisierten Zeichen geprägt; die Juwelen mit wissender Zusammenstellung von Bändern und Körnern, in denen man einen ethnischen Stil und die Zeichen einer verwurzelten Kultur des sardischen Volkes feststellen kann; die Bearbeitungen von Grundmetallen, wie Eisen, Kupfer, Messer, die über eine lange und adelige Geschichte verfügen und von der Tatsache ableiteten, dass man aus diesen Metallen die Werkzeuge gewann, die wesentlich für die Arbeit und die tägliche Arbeit waren und heute einen Kunstausdruck auf hohem Niveau erreicht haben, wie zum Beispiel auch die Glas- und Lederverarbeitungen.